Nikolausverein Bad Wünnenberg e.V.
 
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Nikolaus-WM 2004 in Samnaun
 

 

 

Wie alles begann (Fotos weiter unten):

Es begann in einer furchtbar kalten Nacht am Mittwoch, 25.11.2004, als sich 8 junge Kläuse mit ihrem Rentierschlitten aufmachten, um die himmlischste aller Weltmeisterschaften zu gewinnen und als 2te deutsche Mannschaft überhaupt, den WM-Titel aus der Schweiz zu gewinnen.
Bepackt mit diversen Verpflegungsartikeln, Kennzeichnungsmaterialien, himmlischen Gewändern und dem entschlossenen Willen zu siegen, ging es Richtung Schweizer Alpen.
Angekommen in Samnaun bot sich jedoch ein etwas trostloses Bild. Was hörte man immer in den Erzählungen der skibegeisterten Freunde:

Berge, Schnee, Skifahrer, Apresski, Saufen, …

Nicht mal ein Bäcker hatte offen, sondern nur eine Kneipe, die natürlich den Donnerstag als Höhentrainingslager genutzt wurde. Natürlich bewirkten die geistigen Getränke, dass sich so mancher patriotisch der Heimat zuwandte und versuchte, die optimale Bedeutung von Bad Wünnenberg darzustellen. Und was liegt da näher, als die Wünnenberger Fahne durch die begeisterten Massen von Nikoläusen und Nikolettas zu schwingen.
Und so glühten die Drähte heiß, die begehrte Fahne per UPS, DHL, DPD, KEC, BVB, S04 oder was auch immer auf die Reise zu bringen.
Dies war die Theorie und in der Praxis sollte es lauten, dass wir die Fahne am nächsten Tag am Berg Ischgl abholen können.
Nach dem harten Trainingslager hatten wir ne Stärkung alla Muskel nötig, der die Spagetti mit Sauce fachmännisch servierte und somit den Weg zum Höhentrainingslager, Teil 2 in Niki´s Stadl bereitete.
Zuvor musste aber noch der Michel-Klaus die Vorzüge und Folgen des Jagertees erfahren, der ihn in der großen weiten Welt Samnauns´s orientierungslos herumirren ließ.
Im Stadl war zwar nicht unbedingt der Bär los, aber wir waren ja auch nicht zum Vergnügen dort. Nach guter Trainingsleistung optimal vorbereitet, durch die süßen Bedienungen Maria und Vanessa (die eigentlich Krissy hieß, ausm Östen kam und ihrem Ex im Knast sitzen hatte; genau so haben wir auch geguckt) stieg die Kondition bei allen an.
Naja, fast, der Gastklaus Stöpsel war wohl noch nicht ganz in Form und zog sich diverse Verletzungen zu, die aber fachmännisch verarztet wurden.

Freitag=> Skitag
Ab auf die Piste hieß es für fast alle.
2 Profis (Stöpsel, Höpper), 3 blutjunge Anfänger in Ausbildung (Sabba, Muskel, Berentzen), 2 Trink- und Filmbegleiter( Eley u. Büttner) und natürlich nicht zu vergessen, der Ranger, machten sich auf, den Berg zu bezwingen.
Fast alle wurden ihrer Rolle gerecht, nur der Sabba verwechselte Skifahren mit Berggehen und gab nach ca. 40 m und einigen Zeigerumdrehungen entnervt auf.
Nach der Eingewöhnungsphase für die anderen Skihasen gabs eine deftige Brotzeit, und siehe da: Die Welt ist klein.
Man trift noch nen anderen Wünnenberger, dem, sichtlich überrascht, nicht nur die Sonne, die Röte ins Gesicht trieb.
Weiter mit den Sikübungen ging es für die Anfänger auf den Sanften Hügeln in Ischgl. Papa Höpper hatte uns beide mal kurz alleine gelassen und sich auf die Suche nach der Fahne gemacht. Wie wir dann und auch später erfahren haben, wurde diese anstatt nach Samnaun, nach Salzburg verfrachtet. Mit der himmlischen Post wäre das nicht passiert.

Soweit, so gut, aber dann begann das Drama.
Die beiden unerfahrenen Anfänger hatten von Papa Höpper gesagt bekommen: Um fünf Uhr fährt die letzte Bahn. Und er hat fünf gesagt, nicht vier. Und so standen wir um 16:15 Uhr unten in Ischgl und kamen nicht wieder hoch. Scheiße.
Glücklicherweise konnten wir für nen schmalen Eurobetrag einen Jetski chartern, der uns den Berg hinaufbrachte und nur sagte: Vollgas, sonst bekommt ihr die Bahn da unten nicht mehr.
Ganz allein auf der Piste; es wurde schon dunkel; nur noch ein Eis, durch Skiraupen hindurch, alles fast so, wie im James-Bond-Film.

Und dann streikten auch noch des Muskels Muskeln, so dass er wieder Jetski fahren durfte und meine Wenigkeit alleine hinunter musste und zu allem Überfluss noch die letzte Bahn um 2 Skilängen vor der Nase wegfuhr. Also auch wieder Jetski.
Nachdem wir dann die Talfahrt mit dem Personalaufzug hinter uns hatten waren die anderen natürlich weg und wir durften mit Bus und Bahn, und die letzten Meter zu Fuß mit Ski und Skischuhen bepackt, zurücklegen.
Der Frust wurde dann aber in den Kneipen weggesoffen.
Auf einmal war überall was los und das Dorf schien wie verwandelt.

Samstag=> Nikolaus-WM:
Die edlen Gewänder übergestreift, ging es mit Parade zum Festplatz, wo die Spiele begannen. Team A zog sofort davon (jedenfalls beim Kaminklettern), konnte danach mit Glück (aufgrund von Zielungenauigkeit von Sabba) noch das Duell entscheiden und auch den Eselparcours mit dem schnellen Esel meistern.
Team B war etwas behäbiger und ruhiger. Michel Klaus schien beim Esel-Trekking den Durchblick zu haben, schmiß aber zur Verzweifelung aller, alle Geschenke auf einmal in ein Zelt, was wertvolle Sekunden kostete.
Dann ging es zum Lebkuchen verzieren, wo der gelernte Bäcker seine Talente ausspielen konnte. Nur die Nikoletta-Zicken zauberten etwas besseres hin.
Bis zum Verkünden der Vorrundenergebnisse gab es dann wieder geistreiche Getränke und der Muskel erhielt einen neuen Namen: Kamera-Klaus.
Dann erfolgte die Bekanntgabe und Team A zog als 5ter ins Finale ein. Team B verpasste knapp als 18.
Im Finale fehlte dann aber leider die Erfahrung, sowohl im Hornschlittenrennen, wie auch im Santa-Ski, wo der Knüppel zwischen die Beine gehörte und nicht, wie ein Lasso werfend, Herr Höpper.
In dieser Zeit glühten die Telefondrähte schon heiß und jeder wollte sofort unterrichtet werden, wenn das Ergebnis feststeht. Bei der Santa-Show, wo sich Sabba verletzt beim Stabsarzt Dr. Büttner krank meldete, waren wir eine Gruppe der Wenigen, die sich nicht entblößten, obwohl die Santa Girls, na ja, eigentlich nur die eine junge, schon ein Blick wert war.
Insgesamt sprang ein achtbarer 13ter Rang dabei raus.
Mathematisch gesehen hat Team A 18 Mannschaften hinter sich gelassen (13ter von 31) und Team B 13 Mannschaften (18ter von 31). Da wir ja zusammengehörten, haben wir insgesamt 31 Teams hinter uns gelassen. Und wenn man dann bedenkt, dass der Titelverteidiger erst im Finale dazugestoßen ist und wir von 32 Mannschaften 31 hinter uns gelassen haben, sind wir:

Nikolaus-Weltmeister

Objektiv gesehen fehlte uns die Erfahrung und die richtige Technik. Festzuhalten bleibt aber, dass die Kamera-Teams immer in unserer Nähe waren. Anschließend gab´s noch nen kleinen Umtrunk, wo uns auch die Fetenvollste des ganzen Ortes begegnete, und natürlich wieder die beiden Zwillinge Erika und Edith, die es dem R6-Klaus angetan hatten.
Der Sonntag war ganz zur Erholung und Wellness da, aber ein abschließender Zug durch die Gemeinde musste noch sein.
Ab 12 Uhr die letzten und einzigen Gäste im Why Not, wurde eine Karaoke-Show vom Feinsten präsentiert, die bis in die Morgenstunden anhielt und dem ein oder anderen unfreiwillig zum Terroristen-Klaus machte.
Aber der Respekt der Bedienungen "MaiTai" und "der, der man von oben bis auf den Bauchnabel gucken konnte" waren uns sicher. Selbst die Nasenhandgranate konnte uns nicht stoppen, allenfalls kurz zum niesen zurückwerfen.
Dem nächsten Morgen musste die Abfahrt verschoben werden, da alle noch Dicke im Bett lagen und nicht hoch kamen. Dann ging es aber auf die Rückreise und mit viel und plötzlich auftretendem Bodennebel wurde dem einen oder anderen die frische Bergluft nahegebracht.
Wenn man die Geschosse hätte bündeln können, könnte man die Leistung einer jeden Biogasanlage ohne Bedenken in den Schatten stellen, aber so mancher "riecht das auch mal ganz gerne", nicht wahr, Herr Stabsarzt.
Der Sabba und Büttner-Klaus wurden um ihr heiligstes Gut beraubt, dem aufgeregten Berentzen-Klaus ebenfalls. Für die ersten beiden waren es der Besuch beim großen M und für den anderen die Besichtigung der heiligen Hallen in Marktoberdorf. Dafür stand dann am Abend das Produktionsergebnis wahrhaftig vor der Tür.
Und so kamen wir alle, mehr oder weniger gesund und fit, aber wohlbehalten in der Kulturhauptstadt Europas, Bad Wünnenberg, in den Abendstunden des 29. Novembers wieder an und träumten ein wenig davon, wie es wohl gewesen wäre,

wenn die himmlischte aller Weltmeisterschaften an dem Abend in unserem Gepäck gewesen wäre.

Was uns aber immer in Erinnerung bleiben wird sind die erlebnisreichen Stunden und Tage in Samnaun,
- für den einen oder anderen die jungen Bedienungen und Damen,
- nicht zu vergessen die Zwillinge Erika und Edith,
- dem Michel-Klaus sein Jagertee,
- die unfreiwilligen Fahrten mit dem Jetski
- die gute Beköstigung im reinen Männerhaushalt
und und und…

und natürlich die dort erworbenen Namen:

Meine Damen und Herren, die Teilnehmer der Fahrt und der gesamte Nikolausverein proudly present:

• Kamera-Klaus
• Dritte-Welt-Klaus
• MaiTai-Klaus
• Maffay-Klaus
• Ohne-Frühstück-Klaus
• Panorama-Klaus
• Rampen-Sau-Klaus
• Wumbrum-Klaus
• Window-Klaus
• Terroristen-Klaus
• Ranger-Klaus

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